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Lerndidaktik kurz erklärt: Kollaboration

Die Fähigkeit abteilungsübergreifend an Projekten zu arbeiten, stellt heutzutage einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Teams werden agiler und Hierarchien werden abgebaut. In Zeiten der Digitalisierung ist diese Fähigkeit auch Grundlage für New Work. Wie man Kollaboration erlernen kann, erklären wir in diesem Beitrag.

Wie Unternehmen durch Zusammenarbeit profitieren

Stellen Sie sich vor, Ihre Abteilungen wollen auch nach der Pandemie Remote eng an der Entwicklung eines neuen Produkts zusammenarbeiten. Wie gehen Sie vor? Welche Unterstützung können Sie leisten? Wie kann das Wissen aus den einzelnen Abteilungen langfristig zur Verfügung gestellt werden, so dass jeder Ihrer Mitarbeitenden über den aktuellen Stand informiert ist?

Abteilungsübergreifend zu arbeiten, ist ohne Kollaboration nicht möglich

Anders als bei der Kooperation, bei der Organisationen oder einzelne Abteilungen für ein bestimmtes Projekt zusammenarbeiten, ohne interne Strukturen zu verändern, werden durch Kollaboration ganze Abteilungen und das Teamgefüge flexibel und oft auch nur temporär „umorganisiert“. Damit dies gelingt, benötigen Unternehmen Unterstützung, sowohl beim Ausbilden dieser Fähigkeit als auch beim Einsatz sogenannter „Social Collaboration Tools“. 

Studien und Umfragen belegen die hohe Bedeutung der Kollaboration

In einer Umfrage von Headstart Studios, die im Zeitraum von Oktober 2020 bis Januar 2021 unter MarketingleiterInnen durchgeführt wurde, ist der Frage nachgegangen worden, was aktuell die größten Bedürfnisse bei der Weiterbildung von Marketingteams in großen Konzernen sind. Es zeigte sich, dass die Kollaboration neben Digital Marketing- und Data-Kompetenzen zu den wichtigsten Fähigkeiten zählt, die heute Marketing-ExpertInnen erlernen müssen. Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit muss gefördert werden, damit Verständnis füreinander entsteht und transparente Prozesse und eine Fehlerkultur etabliert werden kann.

Engagement wird gefördert, komplexe Probleme leichter gelöst

In der englischsprachigen Studie von Couchhub mit dem Titel „Demystifying the new ways of work“, zu Deutsch “Entmystifizierung neuer Arbeitsweisen”, findet sich die Fähigkeit zur Kollaboration auf dem ersten Platz. Noch vor der Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, Zeitmanagement und der Fähigkeit, agil zu arbeiten. Für Couchhub ist dies keine Überraschung, denn die Zusammenarbeit erhöht die Produktivität und das Engagement, verbessert die Beziehungen zwischen den Mitarbeitenden und fördert die Kreativität durch den Austausch von Ideen zur Lösung komplexer Probleme.

Digitale Kollaborationstools im Trend

Anders als bei E-Mails und üblichen Chat-Programmen funktionieren Collaboration Tools unkomplizierter und können schneller bereitgestellt werden – ob Trello, Asana, Miro, Slack oder Google Drive, über das ein gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten zeitgleich und ortsunabhängig möglich ist. Collaboration Tools sind der Schlüssel, um Teams in der Remote-Zusammenarbeit zu stärken. Darüber hinaus unterstützen sie das Veränderungsmanagement bzw. Change Management, wie ein Beitrag des Zukunftsinstituts beschreibt. Hierarchien können abgebaut werden, eine Fehlerkultur kann etabliert werden. Erst wenn alle im Team sehen, wie und wo Korrekturen erfolgen und Vorgänge verändert werden, kann Verständnis füreinander entstehen. 

Headstart Studios nutzt Collaboration Tools in allen Abteilungen, ob im Produkt-, Kommunikations- oder Vertriebsmanagement. Die Tools helfen uns, die Arbeit Remote zu gestalten, ohne den Blick für die/den andere/n oder für andere Abteilungen und deren Projekte zu verlieren.

Kann Kollaboration gelernt werden?

Für die Zusammenarbeit in Teams – abteilungsübergreifend, und auch über Grenzen hinweg – benötigen Mitarbeitende vor allem zwischenmenschliche Fähigkeiten. Aber auch Kommunikationsfähigkeiten, Know-how zur Wissensvermittlung und eine strategische Herangehensweise. Diese Fähigkeiten, die früher oft nur von der Führungsebene erwartet wurde, werden in Zeiten der digitalen Transformation, und insbesondere heute von fast allen Teammitgliedern benötigt. Doch dieser Umstand bringt Unternehmen auch in eine Situation, die nicht innerhalb von Tagen gelöst werden kann, denn nicht alle Team-Mitglieder bringen die notwendigen Fähigkeiten automatisch mit. Sie standen bislang auch nicht unbedingt im Weiterbildungsfokus.

Wie Kollaboration im Unternehmen erlernt werden kann

Über die Fähigkeit zur Kollaboration wurde bereits viel geschrieben, dennoch haben wir festgestellt, dass die Ausbildung dieser Fähigkeit gerade erst begonnen hat. 

Beatrice Kemner, Head of Product Development bei Headstart Studios, empfiehlt für das Erlernen folgende didaktische Kniffe:

      Für eine kollaborative Arbeit ist das zugrundeliegende Mindset der Beteiligten essenziell – ein Mindset, das auch für die digitale Transformation an sich benötigt wird. Das bedeutet für uns konkret:

  • Großzügig Wissen zu teilen – das ist viel mächtiger als eine Wissenshoheit zu pflegen
  • Eine offene und positive Feedbackkultur zu pflegen, in der Anerkennung und auch konstruktive Kritik selbstverständlich dazugehören
  • Fragen zu stellen und den Status Quo “in-Frage-zu-stellen” als Säulen von kollaborativem Arbeiten

In unseren Kursen fördern wir ein Mindset für Kollaboration bei unseren Lernenden, durch….

      Eine hohe Anwendungsorientierung der Inhalte – denn praxisrelevantes Wissen generiert und verfestigt  man am besten durch Aufgaben und “Ins-Tun-Kommen” gemeinsam mit anderen, aber auch durch gemeinsame Reflektion auf den jeweiligen Arbeitskontext. Daher ist es wichtig, in Projekten frühzeitig Collaboration Tools einzusetzen, so dass die Lernenden experimentieren und sich in Gruppen zum Projekt austauschen können.

      Die Vermittlung der hohen Bedeutung von Fehlertoleranz und sogar “Freude an Fehlern”. Die Fähigkeit zur Kollaboration erfordert eine positive Fehlerkultur als wichtige Voraussetzung des Lernens aus diesen Fehlern. Denn man kann nur dann als Team wirklich kollaborativ, produktiv und innovativ sein, wenn man Risiken eingeht, Neues ausprobiert und gegenseitig offen mit Fehlschlägen umgehen kann. 

     Die positive Wirkung von Kollaborationstools auf Transparenz: Dadurch dass Kommentare, Projektfortschritte und relevante Dokumente immer für alle Teammitglieder zugänglich und sichtbar sind ist Transparenz ganz natürlich gegeben und muss nicht erst sichergestellt oder verhandelt werden.

Lernprogramme von Headstart Studios

Unsere Lernprogramme unterstützen Ihre Teams bei den vielfältigen Herausforderungen, denen wir heute gegenüber stehen. Sie begleiten Ihre Teams über alle Ebenen hinweg und unsere ExpertInnen können in Fragerunden gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.

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