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Learning Analytics: Wie sich der Lernbedarf im Unternehmen ermitteln lässt

Die Disruption in der beruflichen Bildung ist nach der Corona-Pandemie einfach nicht mehr aufzuhalten, alle Bereiche des Lernens stehen auf dem Prüfstand. Unternehmen suchen Wege aus der analogen Bildung und neben der Auswahl digitaler Lernprogramme braucht es ein Verständnis darüber, welcher Lernbedarf im Unternehmen vorherrscht. Nur so können L&D-Verantwortliche die richtigen Maßnahmen einleiten und die Weichen für eine digitale Lernkultur stellen.

Daten helfen, die Ermittlung des aktuellen Lernbedarfs im Unternehmen zu erforschen. Doch welche Daten sind nützlich, welche Daten müssen erhoben werden?

In einem Whitepaper haben wir uns der Thematik angenommen und wir wollen auch hier unsere Überlegungen vorstellen, um sich mit Data Analytics vertraut zu machen.

Welche Überlegungen stehen im Mittelpunkt?

Learning Analytics zählt heute zu einer wichtigen Disziplin in L&D-Teams. Sie zeigt an welcher Lernbedarf im Unternehmen vorhanden ist und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um Inhalte erfolgreich zu vermitteln. Da bislang nur wenige MitarbeiterInnen im Bereich der Datenanalyse ausgebildet sind, sollte Learning Analytics von Personen betreut werden, die visionär und abstrakt denken können und keine Angst vor Zahlen haben.

Zukünftig wird es wichtiger werden, HR- und L&D-Verantwortliche mit Data-Kompetenzen auszubilden. Wir unterstützen zum Beispiel unsere Kunden, die erhobenen Erkenntnisse aus unseren Programmen so zu nutzen, dass daraus aussagekräftige Strategien entwickelt werden können. Hierfür ist es notwendig, von Anfang an gemeinsam mit dem Kunden die richtigen Fragen zu stellen, um die Daten ermitteln zu können, auf die es ankommt.

Bei Headstart Studios werten wir kognitive und psychologische Lerndaten aus, um zu verstehen, welche Förderung Lernende benötigen, um die selbstgesteckten Lernziele zu erreichen. Hierfür arbeiten wir mit Übungen und Quizzes, um spielerisch zu erfahren, ob die Lerninhalte ihre Wirkung zeigen. Stellen wir fest, dass Lernlücken bestehen, bieten wir den TeilnehmerInnen der Online-Kurse an, die Lerneinheiten zu wiederholen und ihr Wissen erneut zu testen.

Feedback einzuholen ist wichtig. Wo stehen die Lernenden, welchen Eindruck haben die Lernenden? Um während des Programms eingreifen zu können, holen wir nicht nur am Ende sondern auch zwischendurch Feedback ein. Der Net Promoter Score (NPS) ist für uns ein wichtiger Key Performance Indikator um die Qualität messbar und vergleichbar zu machen.

Damit TeilnehmerInnen unserer Onlinekurse motiviert bleiben, nutzen wir unterschiedliche Formate. Wir haben über unsere Analyse-Tools festgestellt, dass gleichbleibende Formate langweilen und die Zielerreichung behindern. Das Lernziel vor Augen ist unserer Ansicht auch das A und O, um am Ball zu bleiben. So wie wir früher auf einen Abschluss in der Schule hingearbeitet haben, so gilt es heute, eine nächste Stufe auf der Karriereleiter zu erklimmen oder eigene Fähigkeiten auszubilden.

Über das sogenannte Progress Tracking erfahren wir wo der Lernende steht. Wurden Lektionen abgebrochen oder übersprungen? Vielleicht gab es ein technisches Problem oder die Lerneinheit war zu umfangreich, das alles muss man wissen, um Lernende erfolgreich zu begleiten.

Keine Grenzen in der Didaktik

Learning Analytics hilft uns, Online Learning noch interessanter für die Anwender zu machen. Einer kreativen Didaktik sind heute keine Grenzen mehr gesetzt. Die Menschen werden mutiger beim Ausprobieren neuer Lerneinheiten, die Bereitschaft Inhalte digital zu lernen nimmt zu. So deuten bereits Umfragen darauf hin, dass die Disruption in der beruflichen Bildung Fahrt aufnimmt und je mehr wir über die Erfahrungen der TeilnehmerInnen wissen – selbstverständlich unter den gültigen Datenschutzvorgaben – desto lebendiger kann digitales Lernen werden.

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